14/03: Fordergeld fur die Bettkirche in Rzasnik; ein Scandal?
Rettet die Fresken des Sommerspeisesaals in Lehnhaus!
Seit 10 Jahren versuche ich, Lehnhaus vor dem totalen Ruin zu retten.
Selten haben sich „Denkmalpersönlichkeiten“ für meine Arbeit interessiert.
Manchmal kommt dieser Dr. oder jener Prof. zu einem Blitzbesuch vorbei.
Mit ein paar leeren Worten ist man dann schnell wieder weg. Von Zeit zu Zeit treffe ich diese Leute dann wieder in den Restaurants der Prestige-Hotels in der näheren Umgebung, wo sie von den Schlossherren -und Damen wie Bienen um den Honig umschwärmt werden. Dazu muss man wissen, dass diese Personen meistens in Beratungskommissionen sitzen, wo dann entschieden wird, wer von der öffentlichen Hand gefördert wird. Unter diesen Personen befinden sich richtige Fachleute, aber im Erklimmen der Hierarchieleiter haben sie gelernt, Wein statt Wasser zu trinken. Sie sind blasiert und fatalistisch geworden und zu müde und zu eingebildet für die harte Feldarbeit und das unabhängige Denken.
Einmal geschah ein Wunder. Der Leiter von der „Deutsch Polnische Stiftung“
Dr. Schabe, informiert durch Markus Kepstein von der Denkmalakademie Görlitz, besuchte mich und erkundigte sich gründlich über meine Arbeit und Pläne. Sein Besuch dauerte mehrere Stunden. Dr. Schabe gab mir zu verstehen, dass es vielleicht eine Möglichkeit gab, dass die DPS, etwas tun könnte, um die Restaurierung der Fresken im Sommerspeisesaal von Lehnhaus möglich zu machen. Die DPS hat keine eigenen Gelder aber dank der Arbeit der Schwesterstiftung in Deutschland (einer der grössten Fördervereine in Sachen Denkmalschutz) wäre es vielleicht machbar. Ich war ganz aufgeregt, nicht allein durch die Möglichkeit der Hilfe sondern mehr durch die erste Anerkennung, die ich durch einen Fachmann erfahren durfte. Wir wechselten noch einige Mails und ich schickte verschiedene Dokumente und Bilder. Man hatte an eine indirekte Förderung durch die Denkmalakademie gedacht, die dann wiederum mit ihren Praktikanten, Studenten, mit Hilfe professioneller Restauratoren aus Polen die Arbeit hätten ausführen können. Mehrere Monate gingen vorbei und es wurde stiller und stiller, bis diese Woche der Bescheid kam, dass es nicht klappen wird. Ich dachte, vielleicht ist die Restaurierung der Fresken nicht wichtig genug, sodass keine Spenden beim DPS reinkommen.
Surfend auf der Homepage von DPS, finde ich kein einziges Wort von den Fresken der Lehnhausburg oder nur einen einzigen Hinweis über das Hirschberger Tal, sondern nur über das sehr umstrittene Projekt der „Bethauskirche in Rzasnik (Schönwaldau). Dies ist der Abbau von der Kirche unten im Bild und diese soll dann wieder im Park vom Schlosshotel Lomnitz aufgebaut werden. Der Saal hat eine Kapazität von mehreren hundert Personen, ist also ein sehr nützlicher Festsaal.

Ich hätte gut verstehen und verkraften können, dass die Fresken in der Lehnhausburg keine Priorität haben, weil man wichtigere Denkmäler erst retten möchte. Nur ist es für mich unbegreiflich, dass diese Bethauskirche, die ich persönlich für erhaltenswert am Ort Schönwaldau-Rasznik erachte, jetzt als Pseudodenkmal in die Hotelinfrastruktur als Kulturbegegnungsstätte der Lomnitz G.m.b.H eingegliedert werden soll unter dem Deckmantel, dass ein schlesisches Kulturgut dadurch gerettet wird. Zudem werden intensiv Spenden gesammelt, obwohl dies mit Kulturgutrettung nichts mehr zu tun hat. Diese Entscheidung des DPS, dies "kuriosium" sei zu fördern, kann man eigentlich nach Denkmalschutzkriterien gar nicht ernst diskutieren. Wer diese Entscheidung getroffen hat, ist in meinen Augen völlig inkompetent oder noch schlimmer.
Ein Denkmal ist nur eine historische Quelle. Eine ausgezeichnete Quelle, die ein neutrales und reales Zeugnis darstellt, was nicht zu leugnen ist. Ein Denkmal steht jedem Menschen offen, ob einfach oder gebildet. Es muss nicht erklärt werden, weil ein Denkmal für sich selbst spricht. Hier in Schlesien z.B. zeugen tausende kleine und grosse Denkmäler davon, dass dieses Land durch Generationen von Deutschen bewohnt war und zur deutschen Kultur gehört hat. Jahrelange politische Indoktrination und verfälschte Geschichtsschreibung war nutzlos, da diese stummen Zeugen überall in jeder Stadt und noch so kleinem Dorf noch immer vorhanden sind.Deshalb gefallen Diktatoren und totalitären Regimes Denkmäler nicht. Deswegen zerstörten (um nur ein Beispiel zu nennen) die Taliban die Buddhastatuen in Afghanistan. Der Tod eines Denkmals ist gleichzusetzen mit dem Tod eines Teils der lebendigen wahrhaftigen Geschichte. Der Tod eines Denkmals macht Platz für eine neue politisch angepasste Geschichtsschreibung.
Manche glauben, ein Denkmal sei etwas Schönes, Romantisches und denken dabei an alte Burgen und Schlösser. Andere katalogisieren Denkmäler in gut und schlecht.
Barock ist gut, Gotik ist besser und Moderne ist schlecht oder umgekehrt.
Denkmalschutz ist viel prosaischer und nicht eine Sache von Schönheit, Ästhetik, Romantik, von gut oder noch besser. Es gibt zwar wunderschöne Denkmäler aber es gibt auch andere. Auch Auschwitz ist ein Denkmal.
Ein Denkmal ist ein materialistisches Zeugnis der Geschichte und nichts mehr.
Die Bethauskirche von Rasznik, entfernt von ihrem ursprünglichen Standort, ist ihres historischen Zusammenhangs mit der Region beraubt und deshalb
KEIN DENKMAL MEHR!
Es wird zu einem Kuriosum degradiert, wie französische Schlösser, die in Amerika im Vorgarten eines Casinokomplexes wieder aufgebaut werden. Eigentlich vergleichbar, was jetzt mit dem Denkmal in Lomnitz geschieht.

Wer diese Entscheidung getroffen hat, kompromittiert durch seine Inkompetenz die ganze Deutsch-Polnische Denkmalstiftung und vermittelt den Eindruck, dass er nicht weiss, welches ihre Ziele sind, nämlich Denkmäler in erster Linie zu schützen und den Erhalt zu fördern. Oder ist es das Ziel, Freunden ein Geschenk zukommen zu lassen?
Ich weiss, dass das Argument, die Kirche sei am eigentlichen Standort nicht mehr zu retten, falsch ist.
Seit ich hier wohne, habe ich versucht, die Öffentlichkeit für die Rettung der Kirche zu sensibilisieren. Von Anfang an habe ich jeden Besucher, von dem ich annahm, dass er Interesse an meiner Idee zur Rettung der Bethauskirche und anderer alter Schlösser haben könnte, auf extra Jeeptouren mitgenommen und sie informiert in der Hoffnung, der Funke würde überspringen, und zwar auf den Herrn Denkmalschützer, Frau Elisabeth von Küster ( was sie jetzt leugnet) und Mitglieder vom VSK (Verein für schlesische Kunst und Kultur). Bis 2008 war die Bethauskirche für niemanden ein Thema. Ich war froh, als ich hörte, dass Frau von Küster sich für die Bethauskirche nun auch interessierte, weil ich dachte mit ihrer Energie und Kontakten hätte ich einen Mitstreiter erster klasse gefunden.
Tatsache ist, dass Frau von Küster einen wohl nicht sehr überzeugenden Brief nach Wroclaw geschrieben hat. Dabei ist es geblieben. Die Vermutung liegt nah, dass schon zu diesem Zeitpunkt der Plan vorhanden war, die Kirche für Lomnitz zu bekommen.
Es wäre sicher möglich gewesen, mit der grossen Summe, die jetzt für den Wiederaufbau in Lomnitz budgetiert ist, die Kirche auch vor Ort zu retten. Es hätte gesetzliche Möglichkeiten gegeben, sie im Denkmalschutzregister aufzunehmen.
Die Erhaltung aber erstmal als nicht förderungswürdig darzustellen, weil das Denkmal zu wertlos erachtet wurde, und kurz danach, peinlich genug, für so wertvoll und förderungsfähig zu erklären, dass man sie ausgerechnet nur im Schlosspark von Lomnitz retten kann, soll nur ein kleines Detail sein, was plötzlich nicht mehr wichtig scheint. Jetzt stellt man dieses Kuriosum auf die Hompage vom DPS gleichwertig neben die Fachwerkkirche in Schweidnitz.
Man sagte, in Rasznik würde der neu restaurierte Bau bestimmt vandalisiert.
Ich sage nein. Ein Präzedenzfall ist die kleine gotische Kirche in Liebenthal.
Sie wurde restauriert, obwohl sie sehr einsam steht. Seit Jahren unberührt von Vandalen. Dort war man klug genug, die Einwohner und die Kirche in den ganzen Prozess mit einzubinden. Mit der Bethauskirche in Rasznik hätte man das noch besser machen können, denn dort gibt es keinen Gemeindesaal.
Das Entfernen von der Bethauskirche ist ein schlimmes Signal an die Vandalen und Kulturräuber. Elisabeth von Küster sagt, dass sie die Bethauskirche gesichert, dadurch gerettet hat und in Lomnitz wieder aufbauen lässt. Mit gleichem Recht wird ein Kulturräuber sagen können, ich habe dieses Renaissanceportal aus einer Schlossruine gesichert und an meinem Schloss wieder angebracht.
Die Entfernung der Bethauskirche ist kein Einzelfall. Überall in Schlesien wurden Teile, sogar ganze Gebäudekomplexe weggenommen und woanders auf einer kleinen Fläche wieder zusammengebaut. Es macht ganz Schlesien ärmer und schaler. Nur an einigen Stellen entsteht eine Konzentration von Relikten und Kuriosa.
Es wird immer wenigere Anreize geben, Schlesien zu bereisen und zu entdecken.
Das Förderungsgremium von der „Konferenzraum-Bethauskirche“ ist ein Zeichen, dass die Fördergeldmafia mehr und mehr an Einfluss gewinnt und fast eine enge, geschlossene Sekte geworden ist „man kennt sich“. Der Mechanismus ist deutlich. Es steht eine bestimmte Summe Geld zur Verfügung. Insider wissen zuerst wie viel Geld vorhanden ist und informieren die Privilegierten. Diese fangen dann sofort an, ihre Anträge vorzubereiten. Meistens ist dann schon die vorhandene Summe an Fördergeldern mit diesen Anträgen ausgeschöpft. Dann kommt die offizielle Ankündigung und von überall kommen die Anträge, die auch in der Administration bearbeitet werden. Die Administration bearbeitet die Anträge objektiv und wird z. B. 500 Anträge positiv beurteilen. Aber es gibt nur Gelder für 200 Anträge, da schon alles Geld von den privilegierten Anträgen abgedeckt wurde. Jetzt beginnt die Arbeit der Lobby und der Politik. Es gibt viele ungesunde Verflechtungen. Es ist bekannt, dass ein Verwalter der für verschiedene Schlösser tätig ist, oder Inhaber einer grossen Firma, die Denkmale restauriert, auch einen Sitz in der Kommission hat, die dort einseitig bestimmen, wer gefördert wird oder nicht. Dann gibt es auch noch die gepamperten Professoren und Doktoren. Das ist ein Krebsgeschwür, das in allen Gebieten, wo Fördergelder verteilt werden, um sich greift. Wer keine Fürsprecher hat in dem Verteilungsraum, bekommt nie Fördergelder.
Ausserdem bin ich Flame, kein Pole, kein Deutscher und dadurch, dass ich kein diplomatisches Geschick habe und die Kunst zur Intrige nicht kenne, habe ich ein zusätzliches Handicap.
Ich habe in die Rettung von Lenno fast mein ganzes Vermögen investiert.
Abgesehen von einer sehr netten anonymen Dame, von der ich nur den Vornamen kenne und die 3000 ¤ für die Renovierung der Fresken gespendet hat, habe ich in den 10 Jahren und eben soviel gestellten Anträgen, noch keinen und wäre es noch so ein kleiner Betrag von der öffentlichen Hand bekommen.
Meinerseits rette ich nicht nur alleine Lehnhaus, sondern ich halte es auch offen für das Publikum. Selbst, wenn ich nicht zu Hause bin, ist im Lehnhaus immer eine Pforte geöffnet und die Leute können frei hereinkommen. Jedes Jahr organisiere ich Feste und Konzerte. Lehnhaus fungiert dabei als Sammelhaus für das umliegende Dorf. Ich empfange Gruppen und Schulklassen meist gratis. Nur bei organisierten Reisegruppen verlange ich Geld für die Führung und das Essen. Irgendwo hatte ich die Hoffnung, dass meine konsequente Arbeit geschätzt und die öffentliche Hand, Personen und Behörden auf mich aufmerksam würden. Ausser von einigen Blitzbesuchen ist keiner vom Denkmalschutz, die immer den Mund voll nehmen, interessiert. Vielleicht sind meine Küche und die Übernachtungsmöglichkeiten nicht anspruchsvoll genug.
Jetzt fehlt mir das Kapital und mit Schmerz muss ich ansehen, dass ich sogar den Unterhalt des Gebäudes nicht so ausführen kann wie es nötig wäre.
Wäre die Förderung nach objektiven und Denkmal relevanten Kriterien erfolgt, dann hätte ich mich auch weniger um die Bausubstanz kümmern müssen und hätte mein privates Geld in bessere Infrastruktur investieren können. Das dadurch erzielte Einkommen hätte dann wieder für den Unterhalt des restaurierten Denkmals verwendet werden können.
Dies sind meine Gedanken und Argumente zur derzeitigen Denkmalpflege in Schlesien. Dennoch nehme ich die Gelegenheit wahr, auf die erhaltenswerten Fresken im Speisesaal des Lehnhaus hinzuweisen. Für eine diesbezügliche Spende bin ich äusserst dankbar.
Bank BZ WBK IV Oddzial ul. Jasna, 58-500 Jelenia Gora
PL 79 1090 1708 0000 0001 0690 7586
Meldung :Fresken Lehnhaus,
Bis jetz;
3000 Euro,Eine genereuse spende , von eine dame nur vorname bekannt. Die sahl wird nach ihre ehre diese vorname tragen.
1260 Euro, gespendet in unsere schatzbukse.
410 Euro Individuele spende durch mitglieder besuchgruppen
2800 Arkadia, Ausgabe studentenarbeit und material 2007.
250 Euro Bank uberweisung. Anoniem
Jede spende von 1000 euro bieten wir sie eine ubernachtung gratis an fur Zwei personen im Lehnhaus gasteverbleib.
Nirgends shoner und gesunderes wie in Lahnhaus.
Oder/und leiten sie der link unseren blog weiter an all ihre bekannten. Einfach volgenden link kopieren und auf eine mail an ihre bekannten kleben.
www.vanhauwaert.org/luk/
Vielen dank
Luk Vanhauwaert
Seit 10 Jahren versuche ich, Lehnhaus vor dem totalen Ruin zu retten.
Selten haben sich „Denkmalpersönlichkeiten“ für meine Arbeit interessiert.
Manchmal kommt dieser Dr. oder jener Prof. zu einem Blitzbesuch vorbei.
Mit ein paar leeren Worten ist man dann schnell wieder weg. Von Zeit zu Zeit treffe ich diese Leute dann wieder in den Restaurants der Prestige-Hotels in der näheren Umgebung, wo sie von den Schlossherren -und Damen wie Bienen um den Honig umschwärmt werden. Dazu muss man wissen, dass diese Personen meistens in Beratungskommissionen sitzen, wo dann entschieden wird, wer von der öffentlichen Hand gefördert wird. Unter diesen Personen befinden sich richtige Fachleute, aber im Erklimmen der Hierarchieleiter haben sie gelernt, Wein statt Wasser zu trinken. Sie sind blasiert und fatalistisch geworden und zu müde und zu eingebildet für die harte Feldarbeit und das unabhängige Denken.
Einmal geschah ein Wunder. Der Leiter von der „Deutsch Polnische Stiftung“
Dr. Schabe, informiert durch Markus Kepstein von der Denkmalakademie Görlitz, besuchte mich und erkundigte sich gründlich über meine Arbeit und Pläne. Sein Besuch dauerte mehrere Stunden. Dr. Schabe gab mir zu verstehen, dass es vielleicht eine Möglichkeit gab, dass die DPS, etwas tun könnte, um die Restaurierung der Fresken im Sommerspeisesaal von Lehnhaus möglich zu machen. Die DPS hat keine eigenen Gelder aber dank der Arbeit der Schwesterstiftung in Deutschland (einer der grössten Fördervereine in Sachen Denkmalschutz) wäre es vielleicht machbar. Ich war ganz aufgeregt, nicht allein durch die Möglichkeit der Hilfe sondern mehr durch die erste Anerkennung, die ich durch einen Fachmann erfahren durfte. Wir wechselten noch einige Mails und ich schickte verschiedene Dokumente und Bilder. Man hatte an eine indirekte Förderung durch die Denkmalakademie gedacht, die dann wiederum mit ihren Praktikanten, Studenten, mit Hilfe professioneller Restauratoren aus Polen die Arbeit hätten ausführen können. Mehrere Monate gingen vorbei und es wurde stiller und stiller, bis diese Woche der Bescheid kam, dass es nicht klappen wird. Ich dachte, vielleicht ist die Restaurierung der Fresken nicht wichtig genug, sodass keine Spenden beim DPS reinkommen.
Surfend auf der Homepage von DPS, finde ich kein einziges Wort von den Fresken der Lehnhausburg oder nur einen einzigen Hinweis über das Hirschberger Tal, sondern nur über das sehr umstrittene Projekt der „Bethauskirche in Rzasnik (Schönwaldau). Dies ist der Abbau von der Kirche unten im Bild und diese soll dann wieder im Park vom Schlosshotel Lomnitz aufgebaut werden. Der Saal hat eine Kapazität von mehreren hundert Personen, ist also ein sehr nützlicher Festsaal.
Ich hätte gut verstehen und verkraften können, dass die Fresken in der Lehnhausburg keine Priorität haben, weil man wichtigere Denkmäler erst retten möchte. Nur ist es für mich unbegreiflich, dass diese Bethauskirche, die ich persönlich für erhaltenswert am Ort Schönwaldau-Rasznik erachte, jetzt als Pseudodenkmal in die Hotelinfrastruktur als Kulturbegegnungsstätte der Lomnitz G.m.b.H eingegliedert werden soll unter dem Deckmantel, dass ein schlesisches Kulturgut dadurch gerettet wird. Zudem werden intensiv Spenden gesammelt, obwohl dies mit Kulturgutrettung nichts mehr zu tun hat. Diese Entscheidung des DPS, dies "kuriosium" sei zu fördern, kann man eigentlich nach Denkmalschutzkriterien gar nicht ernst diskutieren. Wer diese Entscheidung getroffen hat, ist in meinen Augen völlig inkompetent oder noch schlimmer.
Ein Denkmal ist nur eine historische Quelle. Eine ausgezeichnete Quelle, die ein neutrales und reales Zeugnis darstellt, was nicht zu leugnen ist. Ein Denkmal steht jedem Menschen offen, ob einfach oder gebildet. Es muss nicht erklärt werden, weil ein Denkmal für sich selbst spricht. Hier in Schlesien z.B. zeugen tausende kleine und grosse Denkmäler davon, dass dieses Land durch Generationen von Deutschen bewohnt war und zur deutschen Kultur gehört hat. Jahrelange politische Indoktrination und verfälschte Geschichtsschreibung war nutzlos, da diese stummen Zeugen überall in jeder Stadt und noch so kleinem Dorf noch immer vorhanden sind.Deshalb gefallen Diktatoren und totalitären Regimes Denkmäler nicht. Deswegen zerstörten (um nur ein Beispiel zu nennen) die Taliban die Buddhastatuen in Afghanistan. Der Tod eines Denkmals ist gleichzusetzen mit dem Tod eines Teils der lebendigen wahrhaftigen Geschichte. Der Tod eines Denkmals macht Platz für eine neue politisch angepasste Geschichtsschreibung.
Manche glauben, ein Denkmal sei etwas Schönes, Romantisches und denken dabei an alte Burgen und Schlösser. Andere katalogisieren Denkmäler in gut und schlecht.
Barock ist gut, Gotik ist besser und Moderne ist schlecht oder umgekehrt.
Denkmalschutz ist viel prosaischer und nicht eine Sache von Schönheit, Ästhetik, Romantik, von gut oder noch besser. Es gibt zwar wunderschöne Denkmäler aber es gibt auch andere. Auch Auschwitz ist ein Denkmal.
Ein Denkmal ist ein materialistisches Zeugnis der Geschichte und nichts mehr.
Die Bethauskirche von Rasznik, entfernt von ihrem ursprünglichen Standort, ist ihres historischen Zusammenhangs mit der Region beraubt und deshalb
KEIN DENKMAL MEHR!
Es wird zu einem Kuriosum degradiert, wie französische Schlösser, die in Amerika im Vorgarten eines Casinokomplexes wieder aufgebaut werden. Eigentlich vergleichbar, was jetzt mit dem Denkmal in Lomnitz geschieht.
Wer diese Entscheidung getroffen hat, kompromittiert durch seine Inkompetenz die ganze Deutsch-Polnische Denkmalstiftung und vermittelt den Eindruck, dass er nicht weiss, welches ihre Ziele sind, nämlich Denkmäler in erster Linie zu schützen und den Erhalt zu fördern. Oder ist es das Ziel, Freunden ein Geschenk zukommen zu lassen?
Ich weiss, dass das Argument, die Kirche sei am eigentlichen Standort nicht mehr zu retten, falsch ist.
Seit ich hier wohne, habe ich versucht, die Öffentlichkeit für die Rettung der Kirche zu sensibilisieren. Von Anfang an habe ich jeden Besucher, von dem ich annahm, dass er Interesse an meiner Idee zur Rettung der Bethauskirche und anderer alter Schlösser haben könnte, auf extra Jeeptouren mitgenommen und sie informiert in der Hoffnung, der Funke würde überspringen, und zwar auf den Herrn Denkmalschützer, Frau Elisabeth von Küster ( was sie jetzt leugnet) und Mitglieder vom VSK (Verein für schlesische Kunst und Kultur). Bis 2008 war die Bethauskirche für niemanden ein Thema. Ich war froh, als ich hörte, dass Frau von Küster sich für die Bethauskirche nun auch interessierte, weil ich dachte mit ihrer Energie und Kontakten hätte ich einen Mitstreiter erster klasse gefunden.
Tatsache ist, dass Frau von Küster einen wohl nicht sehr überzeugenden Brief nach Wroclaw geschrieben hat. Dabei ist es geblieben. Die Vermutung liegt nah, dass schon zu diesem Zeitpunkt der Plan vorhanden war, die Kirche für Lomnitz zu bekommen.
Es wäre sicher möglich gewesen, mit der grossen Summe, die jetzt für den Wiederaufbau in Lomnitz budgetiert ist, die Kirche auch vor Ort zu retten. Es hätte gesetzliche Möglichkeiten gegeben, sie im Denkmalschutzregister aufzunehmen.
Die Erhaltung aber erstmal als nicht förderungswürdig darzustellen, weil das Denkmal zu wertlos erachtet wurde, und kurz danach, peinlich genug, für so wertvoll und förderungsfähig zu erklären, dass man sie ausgerechnet nur im Schlosspark von Lomnitz retten kann, soll nur ein kleines Detail sein, was plötzlich nicht mehr wichtig scheint. Jetzt stellt man dieses Kuriosum auf die Hompage vom DPS gleichwertig neben die Fachwerkkirche in Schweidnitz.
Man sagte, in Rasznik würde der neu restaurierte Bau bestimmt vandalisiert.
Ich sage nein. Ein Präzedenzfall ist die kleine gotische Kirche in Liebenthal.
Sie wurde restauriert, obwohl sie sehr einsam steht. Seit Jahren unberührt von Vandalen. Dort war man klug genug, die Einwohner und die Kirche in den ganzen Prozess mit einzubinden. Mit der Bethauskirche in Rasznik hätte man das noch besser machen können, denn dort gibt es keinen Gemeindesaal.
Das Entfernen von der Bethauskirche ist ein schlimmes Signal an die Vandalen und Kulturräuber. Elisabeth von Küster sagt, dass sie die Bethauskirche gesichert, dadurch gerettet hat und in Lomnitz wieder aufbauen lässt. Mit gleichem Recht wird ein Kulturräuber sagen können, ich habe dieses Renaissanceportal aus einer Schlossruine gesichert und an meinem Schloss wieder angebracht.
Die Entfernung der Bethauskirche ist kein Einzelfall. Überall in Schlesien wurden Teile, sogar ganze Gebäudekomplexe weggenommen und woanders auf einer kleinen Fläche wieder zusammengebaut. Es macht ganz Schlesien ärmer und schaler. Nur an einigen Stellen entsteht eine Konzentration von Relikten und Kuriosa.
Es wird immer wenigere Anreize geben, Schlesien zu bereisen und zu entdecken.
Das Förderungsgremium von der „Konferenzraum-Bethauskirche“ ist ein Zeichen, dass die Fördergeldmafia mehr und mehr an Einfluss gewinnt und fast eine enge, geschlossene Sekte geworden ist „man kennt sich“. Der Mechanismus ist deutlich. Es steht eine bestimmte Summe Geld zur Verfügung. Insider wissen zuerst wie viel Geld vorhanden ist und informieren die Privilegierten. Diese fangen dann sofort an, ihre Anträge vorzubereiten. Meistens ist dann schon die vorhandene Summe an Fördergeldern mit diesen Anträgen ausgeschöpft. Dann kommt die offizielle Ankündigung und von überall kommen die Anträge, die auch in der Administration bearbeitet werden. Die Administration bearbeitet die Anträge objektiv und wird z. B. 500 Anträge positiv beurteilen. Aber es gibt nur Gelder für 200 Anträge, da schon alles Geld von den privilegierten Anträgen abgedeckt wurde. Jetzt beginnt die Arbeit der Lobby und der Politik. Es gibt viele ungesunde Verflechtungen. Es ist bekannt, dass ein Verwalter der für verschiedene Schlösser tätig ist, oder Inhaber einer grossen Firma, die Denkmale restauriert, auch einen Sitz in der Kommission hat, die dort einseitig bestimmen, wer gefördert wird oder nicht. Dann gibt es auch noch die gepamperten Professoren und Doktoren. Das ist ein Krebsgeschwür, das in allen Gebieten, wo Fördergelder verteilt werden, um sich greift. Wer keine Fürsprecher hat in dem Verteilungsraum, bekommt nie Fördergelder.
Ausserdem bin ich Flame, kein Pole, kein Deutscher und dadurch, dass ich kein diplomatisches Geschick habe und die Kunst zur Intrige nicht kenne, habe ich ein zusätzliches Handicap.
Ich habe in die Rettung von Lenno fast mein ganzes Vermögen investiert.
Abgesehen von einer sehr netten anonymen Dame, von der ich nur den Vornamen kenne und die 3000 ¤ für die Renovierung der Fresken gespendet hat, habe ich in den 10 Jahren und eben soviel gestellten Anträgen, noch keinen und wäre es noch so ein kleiner Betrag von der öffentlichen Hand bekommen.
Meinerseits rette ich nicht nur alleine Lehnhaus, sondern ich halte es auch offen für das Publikum. Selbst, wenn ich nicht zu Hause bin, ist im Lehnhaus immer eine Pforte geöffnet und die Leute können frei hereinkommen. Jedes Jahr organisiere ich Feste und Konzerte. Lehnhaus fungiert dabei als Sammelhaus für das umliegende Dorf. Ich empfange Gruppen und Schulklassen meist gratis. Nur bei organisierten Reisegruppen verlange ich Geld für die Führung und das Essen. Irgendwo hatte ich die Hoffnung, dass meine konsequente Arbeit geschätzt und die öffentliche Hand, Personen und Behörden auf mich aufmerksam würden. Ausser von einigen Blitzbesuchen ist keiner vom Denkmalschutz, die immer den Mund voll nehmen, interessiert. Vielleicht sind meine Küche und die Übernachtungsmöglichkeiten nicht anspruchsvoll genug.
Jetzt fehlt mir das Kapital und mit Schmerz muss ich ansehen, dass ich sogar den Unterhalt des Gebäudes nicht so ausführen kann wie es nötig wäre.
Wäre die Förderung nach objektiven und Denkmal relevanten Kriterien erfolgt, dann hätte ich mich auch weniger um die Bausubstanz kümmern müssen und hätte mein privates Geld in bessere Infrastruktur investieren können. Das dadurch erzielte Einkommen hätte dann wieder für den Unterhalt des restaurierten Denkmals verwendet werden können.
Dies sind meine Gedanken und Argumente zur derzeitigen Denkmalpflege in Schlesien. Dennoch nehme ich die Gelegenheit wahr, auf die erhaltenswerten Fresken im Speisesaal des Lehnhaus hinzuweisen. Für eine diesbezügliche Spende bin ich äusserst dankbar.
Bank BZ WBK IV Oddzial ul. Jasna, 58-500 Jelenia Gora
PL 79 1090 1708 0000 0001 0690 7586
Meldung :Fresken Lehnhaus,
Bis jetz;
3000 Euro,Eine genereuse spende , von eine dame nur vorname bekannt. Die sahl wird nach ihre ehre diese vorname tragen.
1260 Euro, gespendet in unsere schatzbukse.
410 Euro Individuele spende durch mitglieder besuchgruppen
2800 Arkadia, Ausgabe studentenarbeit und material 2007.
250 Euro Bank uberweisung. Anoniem
Jede spende von 1000 euro bieten wir sie eine ubernachtung gratis an fur Zwei personen im Lehnhaus gasteverbleib.
Nirgends shoner und gesunderes wie in Lahnhaus.
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Vielen dank
Luk Vanhauwaert