19/08: Restaurierung Lenno
Erläuterungsbericht (Stand 4.2.07)
Situation
Das Schloss Lähnhaus (Zamek Lenno) liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Städtchens Lähn (Wlen) am linken Ufer des Bober (Bóbr) im polnischen Teil Niederschlesiens, nahe dem Dreiländereck zu Tschechien und Deutschland. Neben dem hohen Wert des historischen Baubestands liegt ein besonderes Potential in der exponierten Lage des Anwesens. In südlicher Richtung bietet sich ein herrlicher Blick auf unverbaute Landschaft über das Hirschberger Tal bis zur Schneekoppe.
Das Hirschberger Tal, zwischen Riesengebirge und Bober- Katzbach- Gebirge gelegen, war im 19. Jahrhundert eines der beliebtesten Erholungsgebiete des Adels und der Bohème Mitteleuropas, die die Gegend durch Landschaftsbau und eine ganze Reihe von Schlössern und Herrenhäusern geprägt haben. Nach der Vertreibung der Adelsfamilien und Gutsherren im Jahr 1945 standen die meisten der Schlossgebäude und Gutshöfe leer und verfielen zusehends. Der historische Wert und das touristische Potential der Anlagen wurde erst nach der politischen Wende in Europa wiederentdeckt. Einige der Herrenhäuser wurden von Privatleuten aufgekauft und neu genutzt, die meisten allerdings stehen nach wie vor leer.
Der jetzige Besitzer des Schlosses Lähnhaus, Luk Vanhauwaert aus Belgien, widmet sich seit dem Erwerb des Anwesens 2001 mit einem beachtlichen Aufwand an finanziellen Mitteln und persönlichem Engagement der Reparatur und dem Ausbau der Gebäude. Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs bei der Sicherung baufälliger Gebäudeteile, geschah dies bisher in Eigeninitiative des Schlossbesitzers und zusammen mit örtlichen Handwerkern.
Bestandsaufnahme
Um die Bearbeitung des gesamten Gebäudebestands im Kontext mit seiner Geschichte und der umgebenden Landschaft zu ermöglichen, waren zunächst die Vektorisierung und Überarbeitung der vor Ort befindlichen Handaufmaßpläne aus den 80er Jahren, sowie Recherchen in den Unterlagen des Schlossarchivs, im Internet und in Bibliotheken notwendig. Hierbei wurde zum Teil auf die Ergebnisse eines studentischen Wettbewerbs des Vorjahrs zurückgegriffen.
Nutzungskonzept
Für die Erstellung eines innovativen und langfristig tragfähigen Nutzungskonzepts für die komplexe und heterogene Struktur des Baubestands erscheint es sinnvoll, den Planungsvorgang als Teil eines langjährigen und stufenweisen Prozesses zu verstehen, der mit der Gründung des Schlosses nach dem 30- jährigen Krieg begonnen hat und der sich mit den kommenden Generationen weiterentwickeln wird. Als Rahmen für eine Umnutzungsplanung wurde der Zeitraum der nächsten fünf Jahre gewählt, der sich vom heutigen Standpunkt aus gut überblicken und realistisch einschätzen lässt.
Der Vorschlag der Nutzung des Schlosses als Akademie für Bildende Kunst ergab sich beim Abwägen verschiedener Nutzungsmöglichkeiten im Hinblick auf die wirtschaftlichen und kulturellen Eigenheiten des Ortes und seiner Umgebung und die durch den historischen Baubestand gegebenen Potentiale und Einschränkungen sowie im Vergleich zu ähnlichen Anwesen.
Die Ansiedlung einer kulturellen Institution mit Möglichkeiten zu Unterkunft und Verpflegung deckt sich sowohl mit dem Profil der Region und dem Bedarf des Ortes als auch mit den Vorstellungen des Schlossbesitzers. Die vorhandenen Räumlichkeiten eigen sich ideal für die Unterbringung der verschiedenen Arbeitsbereiche für Maler und Bildhauer. Um die laufenden Kosten der Akademie in einem überschaubaren Rahmen zu halten, ist zunächst ein Kulturbetrieb von April bis Oktober geplant, die Herberge und das Restaurant stehen den Schlossbesuchern ganzjährig zur Verfügung.
Planungsschritte
Der erste Planungsschritt (bis 2009) sieht die Wiedereingliederung des Schlosses in den örtlichen und sozialen Kontext der Stadt Wlen und die Schaffung eines Rahmens für den Beginn der Nutzung als Akademie vor. Das Belvedere dient hierbei als weithin sichtbares Aushängeschild gegenüber dem Bobertal und der Stadt. Der fast vollständig erhaltene barocke Baubestand wird durch eine konservatorische Restaurierung instandgesetzt, der alte Fußweg in die Stadt freigelegt und der Wald an der Hangkante zurückgeschnitten.
Mit dem Umbau der Plattenbaracke aus den 80er Jahren zu einer Herberge mit Terrassencafé und dem provisorischen Ausbau einiger Räume im Schloss ergibt sich die Möglichkeit für ein Kulturprogramm im Rahmen der Sommerakademie.
Im zweiten Planungsschritt (bis 2012) folgt der Ausbau des Hofes und der angrenzenden Gebäude. Die einzelnen Nutzungen der Sommerakademie werden gemäß der Wertigkeit, dem Empfindlichkeitsgrad und dem jeweiligen Nutzungscharakter der verschiedenen Gebäudetypen untergebracht, wobei die originale Bausubstanz weitestgehend erhalten bleibt.
Durch den Bau einer Aussichtsterrasse auf einem Ausstellungs- und Vortragssaal am Standort des ehemaligen Ostflügels erhält der Schlosshof einen neuen Abschluss. Der Blickbezug in Richtung des Hirschberger Tals bleibt hierbei erhalten und wird durch die Ausrichtung der Terrassenbrüstung und der Saalfassade nach Südosten in Szene gesetzt. Der Hofcharakter wird durch das Anlegen befestigter Vorbereiche als Arbeits- und Ausstellungflächen betont.
Situation
Das Schloss Lähnhaus (Zamek Lenno) liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Städtchens Lähn (Wlen) am linken Ufer des Bober (Bóbr) im polnischen Teil Niederschlesiens, nahe dem Dreiländereck zu Tschechien und Deutschland. Neben dem hohen Wert des historischen Baubestands liegt ein besonderes Potential in der exponierten Lage des Anwesens. In südlicher Richtung bietet sich ein herrlicher Blick auf unverbaute Landschaft über das Hirschberger Tal bis zur Schneekoppe.
Das Hirschberger Tal, zwischen Riesengebirge und Bober- Katzbach- Gebirge gelegen, war im 19. Jahrhundert eines der beliebtesten Erholungsgebiete des Adels und der Bohème Mitteleuropas, die die Gegend durch Landschaftsbau und eine ganze Reihe von Schlössern und Herrenhäusern geprägt haben. Nach der Vertreibung der Adelsfamilien und Gutsherren im Jahr 1945 standen die meisten der Schlossgebäude und Gutshöfe leer und verfielen zusehends. Der historische Wert und das touristische Potential der Anlagen wurde erst nach der politischen Wende in Europa wiederentdeckt. Einige der Herrenhäuser wurden von Privatleuten aufgekauft und neu genutzt, die meisten allerdings stehen nach wie vor leer.
Der jetzige Besitzer des Schlosses Lähnhaus, Luk Vanhauwaert aus Belgien, widmet sich seit dem Erwerb des Anwesens 2001 mit einem beachtlichen Aufwand an finanziellen Mitteln und persönlichem Engagement der Reparatur und dem Ausbau der Gebäude. Aufgrund des dringenden Handlungsbedarfs bei der Sicherung baufälliger Gebäudeteile, geschah dies bisher in Eigeninitiative des Schlossbesitzers und zusammen mit örtlichen Handwerkern.
Bestandsaufnahme
Um die Bearbeitung des gesamten Gebäudebestands im Kontext mit seiner Geschichte und der umgebenden Landschaft zu ermöglichen, waren zunächst die Vektorisierung und Überarbeitung der vor Ort befindlichen Handaufmaßpläne aus den 80er Jahren, sowie Recherchen in den Unterlagen des Schlossarchivs, im Internet und in Bibliotheken notwendig. Hierbei wurde zum Teil auf die Ergebnisse eines studentischen Wettbewerbs des Vorjahrs zurückgegriffen.
Nutzungskonzept
Für die Erstellung eines innovativen und langfristig tragfähigen Nutzungskonzepts für die komplexe und heterogene Struktur des Baubestands erscheint es sinnvoll, den Planungsvorgang als Teil eines langjährigen und stufenweisen Prozesses zu verstehen, der mit der Gründung des Schlosses nach dem 30- jährigen Krieg begonnen hat und der sich mit den kommenden Generationen weiterentwickeln wird. Als Rahmen für eine Umnutzungsplanung wurde der Zeitraum der nächsten fünf Jahre gewählt, der sich vom heutigen Standpunkt aus gut überblicken und realistisch einschätzen lässt.
Der Vorschlag der Nutzung des Schlosses als Akademie für Bildende Kunst ergab sich beim Abwägen verschiedener Nutzungsmöglichkeiten im Hinblick auf die wirtschaftlichen und kulturellen Eigenheiten des Ortes und seiner Umgebung und die durch den historischen Baubestand gegebenen Potentiale und Einschränkungen sowie im Vergleich zu ähnlichen Anwesen.
Die Ansiedlung einer kulturellen Institution mit Möglichkeiten zu Unterkunft und Verpflegung deckt sich sowohl mit dem Profil der Region und dem Bedarf des Ortes als auch mit den Vorstellungen des Schlossbesitzers. Die vorhandenen Räumlichkeiten eigen sich ideal für die Unterbringung der verschiedenen Arbeitsbereiche für Maler und Bildhauer. Um die laufenden Kosten der Akademie in einem überschaubaren Rahmen zu halten, ist zunächst ein Kulturbetrieb von April bis Oktober geplant, die Herberge und das Restaurant stehen den Schlossbesuchern ganzjährig zur Verfügung.
Planungsschritte
Der erste Planungsschritt (bis 2009) sieht die Wiedereingliederung des Schlosses in den örtlichen und sozialen Kontext der Stadt Wlen und die Schaffung eines Rahmens für den Beginn der Nutzung als Akademie vor. Das Belvedere dient hierbei als weithin sichtbares Aushängeschild gegenüber dem Bobertal und der Stadt. Der fast vollständig erhaltene barocke Baubestand wird durch eine konservatorische Restaurierung instandgesetzt, der alte Fußweg in die Stadt freigelegt und der Wald an der Hangkante zurückgeschnitten.
Mit dem Umbau der Plattenbaracke aus den 80er Jahren zu einer Herberge mit Terrassencafé und dem provisorischen Ausbau einiger Räume im Schloss ergibt sich die Möglichkeit für ein Kulturprogramm im Rahmen der Sommerakademie.
Im zweiten Planungsschritt (bis 2012) folgt der Ausbau des Hofes und der angrenzenden Gebäude. Die einzelnen Nutzungen der Sommerakademie werden gemäß der Wertigkeit, dem Empfindlichkeitsgrad und dem jeweiligen Nutzungscharakter der verschiedenen Gebäudetypen untergebracht, wobei die originale Bausubstanz weitestgehend erhalten bleibt.
Durch den Bau einer Aussichtsterrasse auf einem Ausstellungs- und Vortragssaal am Standort des ehemaligen Ostflügels erhält der Schlosshof einen neuen Abschluss. Der Blickbezug in Richtung des Hirschberger Tals bleibt hierbei erhalten und wird durch die Ausrichtung der Terrassenbrüstung und der Saalfassade nach Südosten in Szene gesetzt. Der Hofcharakter wird durch das Anlegen befestigter Vorbereiche als Arbeits- und Ausstellungflächen betont.
Niet alleen aan de buitenkant was Lenno totaal verkrot, ook binnenin had de tand des tijds, verwaarlozing en vandalisme een en ander voor gevolg gehad

Nog het best aan toe was een kamer waar een lokale jeugdgroep vergaderde. Alhoewel; alle vloerplanken uitgebroken, geen vensters noch deuren meer, laat staan electriciteit of sanitairleidingen. Ik verbaas mij er telkens weer over hoeveel energie dronkaards op zoek naar oud ijzer aan de dag kunnen leggen. Enkele kilo's oud koperdraad brengen slechts een paar Euro's op en kosten voor het uit de muren kappen ervan, dagen werk.
Hieronder foto van de toestand toen ik Lenno juist gekocht had....

....en dezelfde ruimte een tweetal jaren later.

Nog het best aan toe was een kamer waar een lokale jeugdgroep vergaderde. Alhoewel; alle vloerplanken uitgebroken, geen vensters noch deuren meer, laat staan electriciteit of sanitairleidingen. Ik verbaas mij er telkens weer over hoeveel energie dronkaards op zoek naar oud ijzer aan de dag kunnen leggen. Enkele kilo's oud koperdraad brengen slechts een paar Euro's op en kosten voor het uit de muren kappen ervan, dagen werk.
Hieronder foto van de toestand toen ik Lenno juist gekocht had....

....en dezelfde ruimte een tweetal jaren later.
19/12: REstauratie houtschuur
Lenno is niet alleen een barokkasteel. Rondom het kasteel werden in de loop der eeuwen verschillende gebouwen opgetrokken. In totaal 9 stuks.
De houtschuur, het vroegere karrekot, één van de 9 gebouwen leek niet meer te redden. Het gebinte gans verrot en binnenin de zoldervloer ingstort.

Het gebouw stabiliseren was het eerste en dringenste werk. Toen dat lukte werd de gevel gezandstraald en gevoegd, het dakgebinte hersteld en de dakpannen werden weer opgelegd. Waar de gebouwen niet voorzien dienen te worden van thermische isolatie, worden voor het dak de originele dakpannen hergebruikt. Indien er onvoldoende voorhanden zijn worden er tweedehands bijgekocht.
Aan renoveren zit een dubbel gevoel. Een ruine heeft iets romantisch in al haar verval en krijgt daardoor een eigen specifieke charme. Het gerenoveerde gebouw lijkt na restauratie soms op een gefacelifte operadiva.
De houtschuur, het vroegere karrekot, één van de 9 gebouwen leek niet meer te redden. Het gebinte gans verrot en binnenin de zoldervloer ingstort.

Het gebouw stabiliseren was het eerste en dringenste werk. Toen dat lukte werd de gevel gezandstraald en gevoegd, het dakgebinte hersteld en de dakpannen werden weer opgelegd. Waar de gebouwen niet voorzien dienen te worden van thermische isolatie, worden voor het dak de originele dakpannen hergebruikt. Indien er onvoldoende voorhanden zijn worden er tweedehands bijgekocht.
Aan renoveren zit een dubbel gevoel. Een ruine heeft iets romantisch in al haar verval en krijgt daardoor een eigen specifieke charme. Het gerenoveerde gebouw lijkt na restauratie soms op een gefacelifte operadiva.
De eerste restauratiefase van het zeer verkrotte kasteelkomplex Lenno is bijna afgesloten. Van alle gebouwen zijn de kapotte daken hersteld of vernieuwd. Een kompleet nieuw kanalisatiesysteem voert het regenwater weg naar twee grote watertanks. En nu lekt het niet meer langs de gevels. Vroeger, in de winter vervroor dat hemelwater, duwde de funderingen omhoog, de muren barstten, boogconstructies binnenin klapten open en verdiepingen stortten in.
De gevels zijn opgevoegd, bezet en geschilderd. Alle buitenschrijnwerk hersteld of vernieuwd.
Blijft binnenwerk en een nieuw dak voor het paleis.
In 1933 vernielde een schouwbrand het mansardedak dat het vroegbaroke kasteel kroonde. Sinsdien staat op, wat nu enkel een baroksokkel is, een provisorisch laagdak. De vraag is nu; wat te doen bij de heropbouw van het dak.
Er zijn bij monumentenzorg grosso mode twee stromingen. De ene richting zweert bij rekonstruktie, met andere woorden.: "Op een barokkasteel hoort een barok mansardedak". De andere richting vind rekonstruktie uit den boze en meent dat een monument gerust kan vervolledigd worden met een hedendaags element.
De discussie is niet afgesloten en woed al vanaf het moment dat men zich bewust bekommerde om het kultureel erfgoed. Men poogde een algemene leidraad op te stellen. Ten dien einde kwamen conservatoren uit de ganse wereld samen in Venetie, en hun gesprekken leidden tot het zogenaamde charter van Venetie.
Daarin stelt men zeer duidelijk dat reconstructie niet gewenst is. men spreekt van vervalsing der geschiedenis. Voor alle duidelijkheid de hiervolgende artikels 9 T/m 12
Artikel 9
Restauratie moet uitzondering blijven. Het doel is de esthetische en historische waarden van het monument te behouden en zichtbaar te maken. Restauratie moet gebaseerd zijn op eerbied voor het oude materiaal en de authentieke documenten. Het restaureren houdt op, daar waar het vermoedelijke herstellingen betreft en de hypothese begint; elke om esthetische of technische redenen als onvermijdelijk erkende aanvulling moet de architectonische compositie respecteren en een eigentijds karakter dragen.
Elke restauratie moet worden voorafgegaan en begeleid door archeologisch en historisch onderzoek van het monument.
Artikel 10
Indien voor de consolidering van een monument de traditionele technische middelen niet toereikend blijken te zijn, mag een beroep worden gedaan op alle moderne conserverings- en constructiemethoden, waarvan de doeltreffendheid wetenschappelijk is aangetoond en door de ervaring is verzekerd.
Artikel 11
Aangezien met restauratie geen eenheid in stijl wordt nagestreefd, moeten alle waardevolle toevoegingen die in verschillende perioden aan het monument zijn gedaan, worden geëerbiedigd.
Als aan een bouwwerk lagen uit verschillende tijdsperioden te onderscheiden zijn, is het zichtbaar maken van een oudere situatie slechts bij uitzondering gerechtvaardigd.
Voorwaarde is dan dat de te verwijderen onderdelen van gering belang zijn, de zichtbaar gemaakte oudere toestand van grote historische, archeologische of esthetische waarde is en de huidige staat daarvan van voldoende kwaliteit om de ingreep te rechtvaardigen. De beoordeling van de waarde van deze elementen en de beslissing over de verwijdering hiervan mogen niet alleen afhangen van de met de restauratie belaste ontwerper.
Artikel 12
De onderdelen die de verdwenen gedeelten moeten vervangen dienen op harmonieuze wijze in het geheel opgenomen te worden. Deze moeten echter duidelijk van de originele gedeelten te onderscheiden zijn zodat er geen vervalsing optreedt van de artistieke en historische informatie.......
........In Polen volgt men duidelijk de Venetie leidraad niet. Men bestaat het hier, om aan een Barok marktplein waar 10 % andersstijlige gebouwen staan, deze af te breken om het ganse plein een uniform barok aanschijn te geven.
Zo is het marktplein van Jelenia Gora (mijn provinciehoofdstad) in nieuwe imitatie barok. De oorspronkelijke huizen zijn tot de grond afgebroken en alles in uniforme vereenvoudigheidbarok heropgebouwd. Achter de gevels en aan de achterkant van de huizen ziet men stalinistische blokbouw.

Dat is natuurlijk geschiedenisvervalsing. Binnen 200 Jaar zal men zich vragen stellen. Deze en gene huizen lijken wel barok te zijn, maar er klopt toch iets niet...
Ikzelf heb mij dikwijls gestoord aan deze disneyachtige herschepping van monumenten. Nooit in de geschiedenis heeft men de behoefte gevoeld om in de tijd terug te keren. Aan een Gotische kerk, plakkte men bvb zonder scrupules barokke bidkapellen.
De gevels zijn opgevoegd, bezet en geschilderd. Alle buitenschrijnwerk hersteld of vernieuwd.
Blijft binnenwerk en een nieuw dak voor het paleis.
In 1933 vernielde een schouwbrand het mansardedak dat het vroegbaroke kasteel kroonde. Sinsdien staat op, wat nu enkel een baroksokkel is, een provisorisch laagdak. De vraag is nu; wat te doen bij de heropbouw van het dak.
Er zijn bij monumentenzorg grosso mode twee stromingen. De ene richting zweert bij rekonstruktie, met andere woorden.: "Op een barokkasteel hoort een barok mansardedak". De andere richting vind rekonstruktie uit den boze en meent dat een monument gerust kan vervolledigd worden met een hedendaags element.
De discussie is niet afgesloten en woed al vanaf het moment dat men zich bewust bekommerde om het kultureel erfgoed. Men poogde een algemene leidraad op te stellen. Ten dien einde kwamen conservatoren uit de ganse wereld samen in Venetie, en hun gesprekken leidden tot het zogenaamde charter van Venetie.
Daarin stelt men zeer duidelijk dat reconstructie niet gewenst is. men spreekt van vervalsing der geschiedenis. Voor alle duidelijkheid de hiervolgende artikels 9 T/m 12
Artikel 9
Restauratie moet uitzondering blijven. Het doel is de esthetische en historische waarden van het monument te behouden en zichtbaar te maken. Restauratie moet gebaseerd zijn op eerbied voor het oude materiaal en de authentieke documenten. Het restaureren houdt op, daar waar het vermoedelijke herstellingen betreft en de hypothese begint; elke om esthetische of technische redenen als onvermijdelijk erkende aanvulling moet de architectonische compositie respecteren en een eigentijds karakter dragen.
Elke restauratie moet worden voorafgegaan en begeleid door archeologisch en historisch onderzoek van het monument.
Artikel 10
Indien voor de consolidering van een monument de traditionele technische middelen niet toereikend blijken te zijn, mag een beroep worden gedaan op alle moderne conserverings- en constructiemethoden, waarvan de doeltreffendheid wetenschappelijk is aangetoond en door de ervaring is verzekerd.
Artikel 11
Aangezien met restauratie geen eenheid in stijl wordt nagestreefd, moeten alle waardevolle toevoegingen die in verschillende perioden aan het monument zijn gedaan, worden geëerbiedigd.
Als aan een bouwwerk lagen uit verschillende tijdsperioden te onderscheiden zijn, is het zichtbaar maken van een oudere situatie slechts bij uitzondering gerechtvaardigd.
Voorwaarde is dan dat de te verwijderen onderdelen van gering belang zijn, de zichtbaar gemaakte oudere toestand van grote historische, archeologische of esthetische waarde is en de huidige staat daarvan van voldoende kwaliteit om de ingreep te rechtvaardigen. De beoordeling van de waarde van deze elementen en de beslissing over de verwijdering hiervan mogen niet alleen afhangen van de met de restauratie belaste ontwerper.
Artikel 12
De onderdelen die de verdwenen gedeelten moeten vervangen dienen op harmonieuze wijze in het geheel opgenomen te worden. Deze moeten echter duidelijk van de originele gedeelten te onderscheiden zijn zodat er geen vervalsing optreedt van de artistieke en historische informatie.......
........In Polen volgt men duidelijk de Venetie leidraad niet. Men bestaat het hier, om aan een Barok marktplein waar 10 % andersstijlige gebouwen staan, deze af te breken om het ganse plein een uniform barok aanschijn te geven.
Zo is het marktplein van Jelenia Gora (mijn provinciehoofdstad) in nieuwe imitatie barok. De oorspronkelijke huizen zijn tot de grond afgebroken en alles in uniforme vereenvoudigheidbarok heropgebouwd. Achter de gevels en aan de achterkant van de huizen ziet men stalinistische blokbouw.

Dat is natuurlijk geschiedenisvervalsing. Binnen 200 Jaar zal men zich vragen stellen. Deze en gene huizen lijken wel barok te zijn, maar er klopt toch iets niet...
Ikzelf heb mij dikwijls gestoord aan deze disneyachtige herschepping van monumenten. Nooit in de geschiedenis heeft men de behoefte gevoeld om in de tijd terug te keren. Aan een Gotische kerk, plakkte men bvb zonder scrupules barokke bidkapellen.
12/09: Inspektorhaus of Officina
Het Inspektorhaus ligt pal tegenover het kasteel. Links en rechts geflankeerd door twee nutsgebouwen, die oorspronkelijk elkaars spiegelbeeld waren.
De rechtse aanbouw heeft echter zijn dak verloren (vermoedelijk na een hooibrand) en is een verdieping opgebouwd.

Het hele gebouw, zoals overigens alle van de 9 gebouwen die samen het ganse goed vormen, was in belabberde toestand, van binnen gans uitgeplunderd, slechts de naakte muren waren gebleven. Alle houtwerk, vloeren, deuren en vensters waren uitgebroken. Het dak toonde op vele plaatsen grote gaten, was versleten, enkele hoofdbalken van de dakkonstructie waren doorgebroken en rot.


Van de gevel kon echter nog de oorspronkelijke figuratie van de bepleistering afgelezen worden, en dus is de voorgevel nauwkeurig kunnen worden gereconstrueerd.

De panoramafoto hieronder geeft de toestand weer van de zomer 2004 van de officina. Goed te zien zijn de beide zijgebouwen.
De achtergevel is niet van de straat zichtbaar, en de dakuitbouw kende reeds verschillende verbouwingen. Van monumentenzorg werd de toelating bekomen om het dak uit te bouwen en alzo de dakappartementen zicht te geven op de wondermooie omgeving en het einder afsluitende reuzengebergte. In het ontwerp werden boogvormige dakuitbouwen voorzien, ongeveer in de vorm als de oorspronkelijke vleermuisoogvensters. Alzo zou er een groter deel van het dak in dakpannen zichtbaar zijn. Monumentenzorg opinieerde positief aan de toenmalige "starost van Lwowek" Dhr B.Sjeffs. (de huidige burgemeester van Wlen, mijn kwelgeest, waar ik b ij gelegenheid ook eens iets over kwijt wil.
Zijn administratie of hemzelf beviel het oorspronkelijke ontwerp niet, en er werden driehoekige uitbouwen geeist.
Wat het resultaat betreft, oordeel zelf. Ik zie nu altijd op mijn dak twee tuinhuisjes staan.

En zo ziet de achterkant er vandaag uit.(foto hieronder) Aan de terassen moeten nog relingen komen, en de parking dient nog te worden aangelegd, en vanbinnen zijn reeds twee appartementen bijna klaar.
De rechtse aanbouw heeft echter zijn dak verloren (vermoedelijk na een hooibrand) en is een verdieping opgebouwd.

Het hele gebouw, zoals overigens alle van de 9 gebouwen die samen het ganse goed vormen, was in belabberde toestand, van binnen gans uitgeplunderd, slechts de naakte muren waren gebleven. Alle houtwerk, vloeren, deuren en vensters waren uitgebroken. Het dak toonde op vele plaatsen grote gaten, was versleten, enkele hoofdbalken van de dakkonstructie waren doorgebroken en rot.


Van de gevel kon echter nog de oorspronkelijke figuratie van de bepleistering afgelezen worden, en dus is de voorgevel nauwkeurig kunnen worden gereconstrueerd.

De panoramafoto hieronder geeft de toestand weer van de zomer 2004 van de officina. Goed te zien zijn de beide zijgebouwen.
De achtergevel is niet van de straat zichtbaar, en de dakuitbouw kende reeds verschillende verbouwingen. Van monumentenzorg werd de toelating bekomen om het dak uit te bouwen en alzo de dakappartementen zicht te geven op de wondermooie omgeving en het einder afsluitende reuzengebergte. In het ontwerp werden boogvormige dakuitbouwen voorzien, ongeveer in de vorm als de oorspronkelijke vleermuisoogvensters. Alzo zou er een groter deel van het dak in dakpannen zichtbaar zijn. Monumentenzorg opinieerde positief aan de toenmalige "starost van Lwowek" Dhr B.Sjeffs. (de huidige burgemeester van Wlen, mijn kwelgeest, waar ik b ij gelegenheid ook eens iets over kwijt wil.
Zijn administratie of hemzelf beviel het oorspronkelijke ontwerp niet, en er werden driehoekige uitbouwen geeist.
Wat het resultaat betreft, oordeel zelf. Ik zie nu altijd op mijn dak twee tuinhuisjes staan.

En zo ziet de achterkant er vandaag uit.(foto hieronder) Aan de terassen moeten nog relingen komen, en de parking dient nog te worden aangelegd, en vanbinnen zijn reeds twee appartementen bijna klaar.
07/02: Ooggetuige
Vor einem renovierten, kaisergelb gestrichenen alten Gasthaus empfängt uns der flämische Unternehmer van Houwert. Arbeiter werkeln an der Außenbegrenzung der Gutsanlage, vor dem Eingang stehen Baumaschinen.
Seit der ehemalige französische Oberst Adam von Koulhas im Jahre 1653 unterhalb der zerstörten Lehnhausburg ein Schloß errichtete, besteht dieser vielgestaltige und geräumige Adelssitz. In späterer Zeit befand er sich im Besitz der Familie von Grunfeld und Gutenstätten und war von 1828 bis 1945 Eigentum derer von Haugwitz.
Danach begann eine Tragödie: Der alte Graf wurde von einem Rotarmisten erstochen, die Familie vertrieben und enteignet; das nach Berlin ausgelagerte Familienarchiv ging dort im Bombenhagel unter.
Der polnische Staat bemächtigte sich des Besitzes. Seither verfiel das ausgeplünderte Schloß zusehends, selbst die massiven Gewölbe begannen zu brechen. Erst van Houwert brachte Rettung: Nachdem er das Schloß nach zähen Bemühungen endlich erworben hatte, ging der Flame mit bewundernswerter Energie an die Wiederherstellung des Besitzes einschließlich des Verwaltungsgebäudes, der Wirtschaftshäuser und des Konzerthauses. Sogar der ehemalige Barockgarten soll neu erstehen.
Der Ausblick gen Süden zum Riesengebirge, nach Osten auf das Städtchen Lähn und über das Bober/Katzbach-Gebirge ist überwältigend, ja vom alten begehbaren Bergfried der Ruine geradezu grandios zu nennen. Der neue Besitzer von Lehnhaus möchte dort nicht nur wohnen, er will ein Museum einrichten und die Kultur und Geschichte dieses schlesischen Kleinods wieder sichtbar machen.
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Danach begann eine Tragödie: Der alte Graf wurde von einem Rotarmisten erstochen, die Familie vertrieben und enteignet; das nach Berlin ausgelagerte Familienarchiv ging dort im Bombenhagel unter.
Der polnische Staat bemächtigte sich des Besitzes. Seither verfiel das ausgeplünderte Schloß zusehends, selbst die massiven Gewölbe begannen zu brechen. Erst van Houwert brachte Rettung: Nachdem er das Schloß nach zähen Bemühungen endlich erworben hatte, ging der Flame mit bewundernswerter Energie an die Wiederherstellung des Besitzes einschließlich des Verwaltungsgebäudes, der Wirtschaftshäuser und des Konzerthauses. Sogar der ehemalige Barockgarten soll neu erstehen.
Der Ausblick gen Süden zum Riesengebirge, nach Osten auf das Städtchen Lähn und über das Bober/Katzbach-Gebirge ist überwältigend, ja vom alten begehbaren Bergfried der Ruine geradezu grandios zu nennen. Der neue Besitzer von Lehnhaus möchte dort nicht nur wohnen, er will ein Museum einrichten und die Kultur und Geschichte dieses schlesischen Kleinods wieder sichtbar machen.